Geografie

 Jungferndorf liegt 5 km von Weidenau und 4 km von Friedeberg entfernt auf beiden Seiten des Weidenbaches in 51 Grad (50 Grad 21′) nördlicher Breite und 17 Grad (17 Grad 08′) östlicher Länge. Es zieht sich in einem Tale von SSW. 3,25 km nach NNO. Das Tal breitet sich bei Haugsdorf in eine Ebene aus. Im SW schließt sich unmittelbar die Nachbargemeinde Domsdorf und im NO die von Haugsdorf an. Etwa 2000 m westlich liegt die zur Gemeinde gehörige Kolonie Annaberg. Außerdem grenzt der Ort mit seinem
 
 
 
Terrain im Norden ans Oberhermsdorf und Haugsdorf, im Westen ans Barzdorfer und Buchsdorfer, im Süden ans Domsdorfer und im Osten ans Schwarzwasser und Rothwasser Gebiet.

 
Die höchste Erhebung ist 404m ü. NN, die niedrigste 291m.Jungferndorf mit Annaberg hat einen Flächenraum von 1078 ha (1877 Joch 1370 Kl.) ist ein Hügelland, das sich von SW. nach NO. abdacht. Der höchste Punkt befindet sich auf dem Beerberge mit einer Seehöhe von 369 m und der niedrigste beim Schlosse mit 285 m. Von der Anhöhe des Kobelsberges (Koblitzberg) in der obersten Krümmung der alten Straße, die im Jahre 1835 – 1836 erbaut wurde, genießt man eine reizende Aussicht über das Tal, in welchem sich das Dorf zwischen Wiesen, Auen und bewaldeten Anhöhen ausbreitet.

Auf der linken Seite des Weidenbaches, meistens außerhalb des Dorfes, führt die Bezirksstraße von Friedeberg nach Weidenau, welche im Jahre 1880 – 1881 über Gurschdorf nach Domsdorf verlegt wurde. Von da gelangt man auf dem Verbindungswege nordwestlich nach Annaberg und Buchsdorf, östlich über den Galgenberg nach Schwarzwasser, südlich über den Rösselberg durch die Kirschallee zum unteren fürstbischöflichen Maierhof, der zu Friedeberg gehört, und endlich nördlich auf dem Rücksteige nach Klein-Krosse und Weidenau. Wie oben erwähnt, schlängelt sich durchs Dorf der Weidenbach, der von Setzdorf über Friedeberg im Schlippentale, gleich nach Eintritt in Jungferndorf am linken Ufer den von Domsdorf kommenden Pumlich (bei uns Dumlich genannt) aufnimmt. Nachdem er noch auf dem rechten den Teich- und auf dem linken Ufer den Agathgraben aufgenommen, fließt der Weidenbach über Haugsdorf, Groß-Krosse nach Weidenau. Im Gewässer sonnen sich die Forelle und die Äsche, deren Zucht bei rationellem Betriebe einen bedeutenden Ertrag liefern würde. Das Fischrecht besitzt die Herrschaft, das Wasserrecht die Gemeinde. Der Wasserreichtum, der selbst bei der trockensten Witterung aushält, hat die Errichtung der in Aussicht stehenden Eisenbahn in Ausnützung der Wasserkraft durch industrielle Unternehmungen eine bedeutende Zukunft.

Jungferndorf hat durchgehend einen lehmigen Sandboden, dessen Grundgestein ein grobkörniger zumeist grauer Granit ist. Im Wald und Gebüsch sind die Birke unter den Laubhölzern und die Fichte unter den Nadelbäumen vorherrschend.

Offizielle Seite der ehemaligen Jungferndorfer und Annaberger